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Arbeit mit Pferden
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Arbeit mit Pferden
Pferde begegnen uns ohne Erwartungen und ohne Bewertung. Sie fragen nicht, ob wir „richtig“ mit einem Verlust umgehen oder schon wieder nach vorne schauen sollten. Sie nehmen wahr, was gerade da ist – unmittelbar und fein. Körperspannung, Atem, Bewegung, Nähe und Distanz werden für sie zu einer Sprache, noch bevor wir selbst Worte dafür finden.
Gerade nach einem Verlust kann das wertvoll sein. Denn Trauer entsteht nicht nur, wenn ein geliebter Mensch stirbt. Auch der Verlust einer Beziehung, der eigenen Gesundheit, des Arbeitsplatzes, der Heimat, eines Lebensentwurfs oder einer vertrauten Zukunft kann tief erschüttern. Manches davon lässt sich erzählen – anderes ist so groß oder so schwer, dass zunächst die Worte fehlen.
In der Begegnung mit einem Pferd darf deshalb einfach sein, was gerade ist. Es muss nichts erklärt und nichts geleistet werden. Pferde können uns auf besondere Weise spiegeln: Sie reagieren auf unsere Präsenz, unsere Grenzen, unsere Anspannung und unsere Offenheit, ohne darüber zu urteilen. Sie sind dabei nicht Methode und nicht Werkzeug. Sie sind eigenständige Wesen und besondere Gegenüber.
Sie bieten uns Nähe ebenso wie Abstand. Sie sind ganz im Hier und Jetzt. Gerade das ist so hilfreich, um beispielsweise fühlbar werden zu lassen, was in Gesprächen bisher vielleicht noch keinen Ausdruck gefunden hat.

Über mich
Ich glaube, dass nichts einfach verschwindet, nur weil es nicht mehr da ist. Menschen nicht. Liebe nicht. Verbindungen nicht.
Und auch das, was wir miteinander erlebt haben, nicht.
Ich glaube, dass wir nicht immer wissen müssen, warum etwas geschieht oder wohin ein Weg führt. Manchmal reicht es, einen Fuß vor den anderen zu setzen.
Ich halte Räume, in denen nichts beschönigt werden muss.
In denen Tränen genauso willkommen sind wie Lachen, Stille nicht peinlich wird und auch das Unfertige seinen Platz haben darf.
Ich glaube, dass nicht alles einen Sinn haben muss, im Gegenteil, dass wir für das, was keinen Sinn ergibt, einen ganz eigenen Weg finden dürfen.
Und ich glaube nicht, dass Trauer überwunden werden muss, es ist überhaupt nichts Falsches an ihr, sie ist eine der Formen von Liebe.
Ich würde sogar behaupten:
Trauer ist die krasseste Form von Liebe.
Alexandra Köhler-Kruppa











